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#152 Alkohol und Hormone






 

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Es ist Advent und das bedeutet: viele Feiern, viele Veränderungen, viel Frust, viel Einsamkeit und zu allem Überfluss bringt der Lockdown extra Gründe zur Flasche zu greifen und sich etwas mehr Alkohol zu gönnen als sonst. 

Das habe ich zum Anlass genommen um den Einfluss von Alkohol auf die Gesundheit und besonders auf weibliche Hormone anzusprechen. 

Erst ein paar Fakten zum Thema Alkohol:

  • Alkohol schadet der Hormongesundheit
  • Gerade im Dezember steigt der Alkoholkonsum erheblich
  • Pro Jahr trinkt eine Person durchschnittlich 6 Liter puren Alkohol
  • Alkohol ist eine der Hauptgründe für vorzeitige Sterblichkeit und Krankheit
  • 87% aller Männer und 77% aller Frauen trinken Alkohol
  • Alkohol begünstigt Autoimmunerkrankungen (Rheuma, SIBO, MS, Diabetes, etc.)
  • Es führt zu Gewichtszunahme
  • Entzündungen werden verstärkt und begünstigt, inklusive stiller Entzündungen wie z.B. durchlässiger Darm oder Zahnfleischentzündungen
  • 3-4 alkoholische Getränke in der Woche begünstigen das Krebsrisiko um 30%, mehr als 5 alkoholische Getränke in der Woche erhöhen das Krebsrisiko um 50% (vor allem hormongetriebene Krebsarten wie Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs)
  • Jedes alkoholische Getränk erhöht den Östrogenwert um 10%
  • Alkohol raubt Nährstoffe wie Vitamin B und Magnesium

Wie Alkohol Gewichtszunahme beeinflusst

Alkohol hat einen entscheidenden Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und führt zu einem unregulierten Blutzuckerspiegel der zu Heißhunger auf Kohlenhydrate und damit Gewichtszunahme führt. 

Auch beeinflusst Alkohol den Fettabbau direkt. Der Stoffwechsel wird reduziert und die Produktion und Freisetzung von fettverbrennende Hormone wie das Wachstumshormon und Testosteron gehemmt. 

Wie beeinflusst das Hormone?
Fettgewebe funktioniert ab einer gewissen Größe als eigenständiges Organ, das Östrogen ausschütten kann. Damit wird bei Übergewicht die Östrogenproduktion entscheidend gesteigert was zu Hormonimbalance führt!

Wie Alkohol die Stimmung beeinflusst

Es stimmt, viele Menschen trinken Alkohol weil es stimmungssteigernd für sie wirkt. Sie werden locker, gesprächig und es macht einfach viel mehr Spaß mit ihnen zusammen zu sein… 
Der Grund dafür ist die verstärkte Ausschüttung des Hormons Dophamin, unser Happy-Hormon!

Leider hält dieser himmelhoch-jauchzend-Zustand aber nur so lange an, wie man Alkohol trinkt – und auch das nicht bei jedem. 

Wie beeinflusst das Hormone?
Sobald der Alkoholgenuss gestoppt wird, passiert etwas, das die Stimmung langfristig und sehr negativ beeinflusst: stimmungssteigernde Hormone und Botenstoffe wie GABA und Serotonin werden gehemmt. Diese sind entscheidend für stabile Emotionen und Zufriedenheit, sowie erholsamen Schlaf. Wie schon vorher erwähnt wird außerdem das Wachstumshormon reduziert, das Regeneration fördert und Energie gibt. Testosteron ist verantwortlich für Libido und Scheidenfeuchtigkeit das offensichtlich ebenfalls nach Alkoholkonsum gehemmt wird. 

Nach all dieser Hemmung von allen oben genannten Hormonen wird nun leider auch Cortisol, unser Stresshormon, gesteigert. Ein weiterer Faktor, der uns zu kalorienreichen Nahrungsmitteln greifen lässt. Cortisol klaut außerdem Progesteron und bringt damit die zweite Zyklushälfte ordentlich durcheinander. 

Alkohol und Schlaf

Ähnlich wie bei den stimmungssteigernden Eigenschaften, nutzen viele Menschen Alkohol auch um schneller einzuschlafen. Bei den meisten ist das auch tatsächlich wirkungsvoll – allerdings nur oberflächlich. 

Nachdem man einschläft, verhindert der Alkohol die tiefen REM Schlafphasen, die entscheidenden Einfluss auf Erinnerung und Hirnregeneration haben. Dies ist auch der Grund weshalb nach exessivem Alkoholkonsum die Erinnerung verloren geht und man sich nicht mehr an alles das am Vorabend passiert ist, erinnern kann. Nutzt man regelmäßig Alkohol vor dem Schlafengehen, wird der Schlaf regelmäßig negativ beeinflusst. 

Wie beeinflusst das Hormone?

Das Human Growth Hormone (HGH), bzw. Wachstumshormon wird während dem Schlaf ausgeschüttet weil dann Regeneration und Heilung passiert. Ist der Schlaf ständig durch Toilettengänge und reduzierten REM Schlaf gestört, hat das großen Einfluss auf Körperprozesse, Regeneration und Tendenz zu Krankheiten. 

Alkohol und die Leber

Die Leber ist ständig im Einsatz, denn wie du sicher weißt, ist sie zuständig für den Abtransport von Schadstoffen. Doch ist das nur eine der 50 verschiedenen Aufgaben. 

Außerdem sorgt die Leber dafür, dass die Nährstoffe aus der Nahrung in ihre Einzelteile zersetzt und neue Bausteine erstellt. Außerdem werden auch Nährstoffe in der Leber gespeichert. Alles in allem ein unglaublich wichtiges Organ!

Kommt Alkohol allerdings mit ins Spiel, ist die Leber schnell überfordert weshalb alle Prozesse verlangsamt werden bis Alkohol – ein gefährlicher Giftstoff für den Körper – entfernt ist. 
Natürlich hat das Einfluss auf die Gesundheit. 

Acetaldehyt, ein Bestandteil von Alkohol, ist was den Körper stark belastet und deshalb so schnell wie möglich verarbeitet werden muss.  Deshalb werden Prozesse wie zum Beispiel der Abtransport von genutzem Östrogen pausiert. 
Da die Leber zu beschäftigt ist, entsteht ein weiterer Faktor, der zu  Östrogendominanz und damit zu PMS und anderen Symptomen führt. 

Wie beeinflusst das Hormone?
Östrogendominanz ist ein echtes und schwerwiegendes Problem das verstärkt wird wenn das verbrauchte Hormon nicht aus dem Körper heraustransportiert wird sondern weiter zirkuliert und damit die Östrogenproduktion und auch die Balance zwischen Östrogen und Progesteron durcheinander bringt. 

Andere Folgen von Alkoholgenuss

  • begünstigt und verstärkt einen durchlässigen Darm
    • Dies führt zu Nährstoffmangel da Nährstoffe nicht optimal aufgenommen und erkannt werden können
  • bestehende Autoimmunerkrankungen werden verstärkt
  • bestehende Candida und andere Pilzerkrankungen werden verstärkt, da Candida Acetaldehyd produziert und mit Alkoholkonsum der Acetaldehydanteil drastisch erhöht wird und damit der Schadstoffgehalt im Körper. 

Wie kann man Alkoholkonsum verbessern?

  1. Vorher Essen! Um den Acetaldehydschaden zu reduzieren braucht der Körper eine gute Grundlage – an Energie und Nährstoffen
  2. Gut wählen. Die Qualität des alkoholischen Getränks entscheidet darüber wie du dich nach dem Genuss fühlst. Wähle Ökologisch angebauten, trockenen Rotwein für mehr Genuss und weniger Nebenwirkungen.
  3. Vermeide süße Mixgetränke. Zucker und Alkohol ist keine gute Kombi.
  4. Viel Wasser! Trink vorher, während und nach Alkoholgenuss viel Wasser.
  5. Integriere alkoholfreie Tage in deine Woche. Für jeden Tag an dem du trinkst, brauchst du zwei Tage Erholung und Regeneration. 
  6. Wenn du dich dafür entscheidest, genieß es auch und triff die besten Entscheidungen in dem Moment. 
  7. Unterstütze Östrogenabbau mit viel Kohlgemüse nach Alkoholgenuss.
  8. Supplementiere mit einem Vitamin B Komplex und Magnesium

Was sind deine Top Tipps um guten Umgang mit Alkohol zu fördern?

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